Webdesign-Trends 2017

16. Januar 2017

Mehr Mut, mehr Authentizität, aber vor allem die Mobilefreundlichkeit werden 2017 den Ton angeben.

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Responsive Design lautet das Zauberwort auch 2017. Reine Desktop-Websites sind passé. Mehr noch: Für Google ist „Mobilefreundlichkeit“ mittlerweile ein Rankingkriterium. Bereits mehr als 50 % der UserInnen bewegen sich mittels Smartphone oder Tablet im WWW. Laut dem aktuellen "Mobile Comunication Report" geben 92 % der Befragten an, mit dem Handy das Internet zu nutzen. Ganz egal ob Arztpraxis, Bauunternehmen oder Versicherungsmakler - der Erfolg Ihrer Website hängt maßgeblich davon ab, ob sie für Smartphone-Surfer genauso zugänglich ist, wie für den herkömmlichen PC-User. Responsive Design ist kein Trend mehr, sondern eine Bedingung. Doch welche weiteren Entwicklungen verdienen 2017 verstärkt Aufmerksamkeit?

 1. Mobile first

Responsive Design revolutioniert auch die Arbeitsweise der Webdesigner und die Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Dieser erhält keinen statischen Entwurf mehr, wie seine zukünftige Website aussehen wird. Nein, beginnend mit dem kleinsten (und in Zukunft wahrscheinlich dem wichtigsten) Ausgabegerät - dem Smartphone- werden die Designs Step by Step entwickelt. Von SMALL to BIG lautet die Devise.

 2. Speed, Speed und nochmals Speed

Eine Website sollte in 1,5 Sekunden geladen sein - und zwar vollständig. Das wünscht sich Google. Dies lässt sich mittlerweile in vielen Fällen mit verhältnismäßig geringem Aufwand unterbieten. Ob und in wieweit die Ladegeschwindigkeit Einfluss auf das Google-Ranking hat, wird nach wie vor heiß diskutiert. Jedoch macht sich einen Blick auf die Ladezeiten auch ohne besseres Google-Ranking bezahlt. UserInnen, die nicht in kürzester Zeit die Information erhalten, die sie wünschen, ziehen weiter - zur nächsten Site.

 3. Erzähl mir eine Geschichte

 Mit Storytelling kehrt die Kreativität in den Weballtag zurück. Hatten einst flashanimierte Websites (manche LeserInnen werden sich noch erinnern können) das Ziel, den User emotional gefangen zu nehmen, so sind es heute Websites, bestehend aus einer einzigen Seite, gespickt mit zahlreichen Animationen. Durch Scrollen taucht der User in die Geschichte ein. Natürlich bedarf eine gute Story auch ein gutes Drehbuch. Das bedeutet: Storytelling-Websites sind sehr aufwendig in der Realisierung. Zudem ist die Ladezeit zumeist horrend (siehe Pkt. 2). Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend weiterhin entwickelt. Zur Präsentation einzelner Produkte kann diese Form der Darstellung bereits jetzt eine willkommene Bereicherung sein.

 4. Die Unendlichkeit des Scrollens

 Klicken ist out - Scrollen ist in! facebook, pinterest & Co machen Schule. Anstatt wie früher ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen auf die nächste Seite zu wechseln, werden diese einfach nachgeladen. Auf Touchscreens funktioniert Scrollen wesentlich einfacher als Klicken. So trägt Infinite Scrolling, wie es im Fachjargon genannt wird, der Mobilefreundlichkeit Rechnung und ist gleichzeitig eine Basis für Storytelling. Aber Achtung: Der Seitenaufbau muss dennoch gut durchdacht werden, damit sich UserInnen nicht in der schieren Scroll-Unendlichkeit verlieren.

 5. Authentizität

Viele Websites sehen mittlerweile gleich aus; mit den häufig verwendeten Stockphotos gleicher als gleich. Derselbe Aufbau, dieselben Fotos ... Eine willkommene Abwechslung in der Internetlandschaft bieten daher eigene Fotos, Cartoons und Videos. Sie geben Ihrem Internetauftritt eine persönliche Note. Manche Experten prognostizieren sogar eine Ende der Stock-Fotografie. So weit möchte ich nicht gehen. Aber ein Video schafft eine erweiterte Erlebnisform, ein Cartoon sticht aus der Masse hervor und eigene Fotos geben Ihren Kunden Einblick in Ihre Welt. Maßnahmen, die das Vertrauen zu Ihren Kunden fördern.

Fazit

Webdesign 2017 wird wieder individueller und mutiger. Websites von der Stange treten immer mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig gab es noch nie so viele Möglichkeiten, eine Website aufzurufen. Smartphones, Tablets, Laptops mit zig verschiedenen Auflösungen, Desktop-PCs, Fernseher, Screenreaders ... Es bleibt also weiterhin spannend.